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Imkerregel: Eine Ernte zum Verkauf, eine Ernte im Keller und eine Ernte auf der Bank.

Editorial September

Wie bereits angedeutet, dürfen wir heuer auf ein sehr

gutes Honigjahr zurückblicken: Die Natur hat uns vielerorts reichlich beschenkt, manche Ernten sind in Menge und Qualität rekordverdächtig.

Umso wichtiger ist es, den Wert unseres Honigs hochzuhalten – als hochwertiges Naturprodukt, das Sorgfalt, Wissen und viel Arbeit widerspiegelt. Wenn heuer nicht der gesamte Honig verkauft werden kann, ist das kein Grund zur Verzweiflung. Wer Vorräte anlegt, schafft sich eine wertvolle Reserve – Honig ist bei richtiger Lagerung ausgezeichnet haltbar. Niemand weiß, wie die Ernte nächstes Jahr ausfällt; umso

beruhigender sind wohlgefüllte Lager. Eine alte Imkerregel bringt es auf den Punkt: eine Ernte zum Verkauf, eine im Keller und eine auf der Bank. Wer so wirtschaftet, handelt vernünftig und vorausschauend. 


Gerade in guten Erntejahren lohnt

es sich, den eigenen Honig bei Prämierungen einzureichen – neben dem wirtschaftlichen Aspekt eine schöne Bestätigung sorgfältiger Arbeit. 

Besonders einladen möchte ich heuer zur Honigprämierung in Wieselburg mit einem abwechslungsreichen Programm: eine gute Gelegenheit, den eigenen Honig zu präsentieren und sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.

Ebenso darf ich zum deutschsprachigen Imkerkongress nach Dresden einladen. Als Saisonabschluss bietet er fachlichen Austausch auf hohem Niveau und Gelegenheit zum grenzüberschreitenden Gespräch. Das Reiseangebot von

Gruber-Reisen macht die Teilnahme zusätzlich attraktiv.


Bei aller Freude über die gute Ernte dürfen wir jedoch eine ernste Entwicklung nicht aus den Augen verlieren: Im Juni wurde in Vorarlberg erstmals ein Nest der Asiatischen

Hornisse in Österreich entdeckt. Damit ist die invasive Art,

deren Annäherung wir seit Jahren beobachtet haben, nun auch bei uns angekommen. Ich möchte euch ausdrücklich bitten, in den kommenden Wochen besonders wachsam zu sein, verdächtige Sichtungen zu melden und das Thema auch außerhalb der Imkerschaft bekannt zu machen – nur so können wir gemeinsam rasch reagieren.


Ich wünsche einen erfolgreichen

Herbst, gute Vermarktungserfolge

und eine wohlverdiente, ruhige Zeit

nach der Ernte.

REINHARD HETZENAUER

Präsident des

Österreichischen Imkerbundes



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